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Update zur Wahlleitung! Die Vorstandswahlen im vierten Quartal 2018 bestimmen über „weiter so“ oder „ganz neu“ beim BFFS. Einen Mittelweg schließt die neue Satzung aus.

Update:
Die Wahlleitung für die anstehenden Vorstandswahlen besteht aus Ilona Brokowski, Christian Senger und Sven Rothkirch. Die Wahl der Wahlleitung erfolgte am 6. Oktober 2018 in Hamburg geheim.

Es hat sich viel getan beim BFFS in den letzten Monaten. Mitgliederversammlungen rund um Satzungsänderungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit dem Synchronverband IVS, die Aufnahme des IVS-Vorstands Til Völger in den BFFS-Vorstand nach der auch gerichtlich bestätigten Fusion der Verbände, die Ankündigung des „Gründervaters“ Michael Brandner, dem künftigen zur Wahl stehenden „Vorstandsteam“ nicht mehr anzugehören – und eine bedeutsame Veränderung des Wahlrechtes, ebenfalls auf einer der zahlreichen Mitgliederversammlungen (MV) in wechselnden Städten beschlossen. Da hierzu und zu der in diesem Jahr anstehenden Vorstandswahl (nicht nur die Bestätigung von „Nachrückern“ beziehungsweise Nominierungen des bestehenden Vorstandes sondern eine turnusmäßige Vorstandswahl) lange nichts zu hören war hat die Redaktion beim BFFS nachgefragt und eine umfassende Antwort erhalten.

 

Warum ist die Änderung des Wahlrechtes so bedeutsam und umstritten?

Schon in der Vergangenheit wurden ausscheidende Vorstände satzungsgemäß nicht von einer „Nachrückerliste“ besetzt oder gewählt, sondern vom Vorstand ausgewählt – und immer mit großer Mehrheit auf den jeweils folgenden Mitgliederversammlungen in diesem Amt bestätigt. Vor IVS-Mann Til Völger waren dies zuletzt Bettina Zimmermann und Simone Wagner (nach dem Ausscheiden der bis dahin einzigen Frau im Vorstand, Julia Beerhold, die sich politisch engagiert).

 

Angestrebt wurden nun zeitgemäß, ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis und die Berücksichtigung aller schauspielerischen Betätigungsfelder. Synchron und Bühne waren in der Vergangenheit ebenso unterrepräsentiert wie Frauen. Anstelle der Einführung eines Listenwahlverfahrens hatte der BFFS sich auf einer MV eine Änderung zur Blockwahl genehmigen lassen. Ein Verfahren, das eigentlich nicht für so große Vereine wie den BFFS gedacht ist, sondern eine in der Satzung erforderliche Klausel, wenn sich in (sinnbildlich gemeint) „Kaninchenzüchtervereinen“ gerade mal für die vereinsrechtlich erforderlichen Vorstandsposten genügend Personen finden. Dann kann ohne albern einzelne Wahlgänge der ganze Vorstand im Block gewählt werden. „Block“ klingt nun nach demokratisch unrühmlichen Zeiten, stattdessen heißt dieser Block nun „Team“. Klingt nicht nur viel besser, sondern beinhaltet auch einen anderen Geist. Nicht en bloque abhaken, sondern ein Team zusammenstellen, das sich vorstellen kann, mit einander zu arbeiten. So wie der Vorstand das seit der Gründung mit seinen Ergänzungskandidaten auch immer gehalten hat.

 

Es gibt also Gründe (den gleichen Geist im Team, die Einhaltung der anspruchsvollen Doppel-Quotierung m/w, maximal vier der sieben Vorstandskandidaten dürfen dem gleichen Geschlecht angehören, und nach den drei Schwerpunktfeldern, die mit Berufspraxis besetzt sein müssen: Bühne, Film/Fernsehen und Sprache/Synchron) für das Block-Team-Modell, aber es gibt auch einen sehr großen Nachteil: Der bisherige Vorstand wird sein eigenes Team mit den erforderlichen Veränderungen (mehr Frauen, alle Berufsfelder abdecken) bilden. Es ist aber nicht möglich, sich FÜR die Mitarbeit in diesem erfahrenen und anerkannten Vorstandsteam als Kandidat aufstellen zu lassen. Es müss(t)en sich, zur Aufrechterhaltung einer demokratischen Auswahlmöglichkeit, ein Team oder mehrere gut vernetzte und verankerte Teams (aus Stammtischpaten beispielsweise) bilden, die GEGEN das erfahrene Vorstandsteam antreten müssen.  Es ist auch nicht möglich, in mehreren Listen anzutreten. Das heißt, wer sich für ein Engagement im Vorstand des BFFS interessiert, der tut gut daran, spätestens jetzt ein Team zusammenzutrommeln, das die Mischungs-Anforderungen erfüllt.

 

Die Anforderungen an KandidatInnen und Teams auf einen Blick:

-Sieben Personen, von denen maximal vier einem Geschlecht angehören dürfen

-Vertreten sein müssen (mit Berufserfahrung) die Schwerpunktfelder Bühne, Film/Fernsehen und Sprache/Synchron

-Die Ämter erster/r, zweite/r Dritte/r Vorsitzende/r und Schatzmeister/in

-Mindestens zwei Jahre ununterbrochene Mitgliedschaft im BFFS (oder einem verschmolzenen Verband), ungekündigt und ohne rückständige Beiträge.

 

 

Auf der Mitgliederversammlung am 6. Oktober in Hamburg werden also insofern die Weichen für die künftige Vorstandsarbeit gestellt, als dort eine dreiköpfige Wahlleitung aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder bestimmt wird (maximal zwei Vertreter eines Geschlechts) und Details zur Wahlordnung festgelegt werden, die noch nicht geregelt sind. Die Wahlbewerbungsfrist im Anschluss soll zwischen drei und vier Wochen betragen. Die Wahl selbst wird „im vierten Quartal 2018“ stattfinden. Und zwar in Form einer Onlinewahl, nach einer Live-Vorstellung des oder der KandidatInnen-Teams.

 

Die offizielle Antwort des BFFS auf die Redaktionsanfrage ist als PDF hier  herunterzuladen.